SH-Tour Tag 7: Meer von Lübeck

Für unseren Tag in Lübeck – aus unerfindlichen Gründen nenne ich es gelegentlich auch Leipzig und verwirre damit alle – haben sich die unfassbar netten Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus dem Kreis HanseStadtverband Lübeck ein volles Programm ausgedacht.

Wir begannen morgens am Wochenmarkt auf dem Brolingplatz, mitten in einem Wohngebiet gelegen. Perfekt zum Warmwerden: Es strömten keine Massen an unserem kleinen Infostand vorbei, aber ein paar Gespräche entspannen sich dann doch, z.B. über den Stadtteil oder die Piraten und warum sie eigentlich (nicht) wählen muss…

Raum für qualitative Gespräche: Infostand im Wohngebiet

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SH-Tour Tag 6: Nazis in Neumünster blamiert, Festival in Lübeck besucht

Der 1. Mai in Neumünster begann in gespannter Erwartung.Die NPD wollte aufmarschieren, und ein breites Bündnis formierte sich, um das zu verhindern. Unter anderem rief auch der DGB mit zur Blockade auf, was doch durchaus festhaltenswert ist. Das Blockadekonzept sah u.a. mehrere angemeldete Kundgebungen im Stadtgebiet vor. So war es auch nur fast zufällig, dass Die Linke Neumünster an diesem Tag ihren “Wahlkampfauftakt” vor dem Bahnhof von Neumünster beging, wobei wir sie gerne mit dem Tourmobil unterstützten. Weiterlesen »

SH-Tour Tag 5: Gutgelauntes Schleswig und die Ruhe vor dem Nazi-Sturm in Neumünster

Liebes Tagebuch,

unser Tag begann in Schleswig, wo wir vormittags in der Fußgängerzone unterwegs waren. Unsere anfängliche Müdigkeit wich schon nach kurzer Zeit schier unbändiger Freude, denn die Schleswiger rissen uns das Infomaterial förmlich aus den Händen. Nur von einem kurzen dänischen Hot-Dog unterbrochen flanierten wir die niedliche Shoppingmeile rauf und runter und stießen fast ausschließlich auf Neugier oder maximal freundliches Desinteresse. Selbst die Ausnahme, die die Regel bestätigt, ein ehemaliges DDR-Heimkind tat uns seine Ablehnung in einem längeren Gespräch freundlich und argumentierend kund und wir gingen mit der Feststellung auseinander, dass wir Margot Honecker für genauso durchgeknallt halten wie er. Weiterlesen »

SH-Tour Tag 4: Ein ab-geblasener Infostand, eine unbelehrbare Renate Künast und starker Wellengang

Unser Sonntag im Kreisverband Rendsburg-Eckernförde begann mit einer sehr erfreulichen Überraschung: Dem ersten Sonnenschein. Im sonnigen, aber dann doch noch nicht sehr wachen Büdelsdorf machten wir dann vormittags erstmal den Einwohnern eine Freude und steckten ihnen ein paar Wahlinformationen in die Briefkästen. Büdelsdorf war mir bisher nur als Sitz der Firma Mobilcom und den dazugehörigen Skandalen ein Begriff. Und viel mehr Eindrücke kamen heute aber auch nicht dazu. Sonntag vormittags zumindest gibt es nicht sehr viel zu erleben. Aber mehr als ein Spaziergang im Sonnenschein musste es heute auch gar nicht sein, um uns zufrieden zu stellen. Nachmittags fuhren wir dann weiter Richtung Ostsee. Weiterlesen »

SH-Tour Tag 3: Nass, kalt, grau – und ein irres Bauwerk

Heute sollte es also nach Nordfriesland gehen. Dass wir mit dem Wetter allerdings nicht das große Los gezogen haben sollten, ahnten wir schon beim Frühstück…

"Sie befinden sich hier."

Dass es aber nicht nur kalt, sondern auch noch richtig richtig nass werden sollte, das wurde uns erst mit dem stetig steigenden Scheibenwischertakt auf der Fahrt von Lübeck nach Norden langsam klar. Weiterlesen »

SH-Tour 2: Was macht eigentlich Mola Adebisi?

Der erste ganze Einsatztag begann mit einer schnellen Vorbesprechung im Flensburger Parteibüro. Während ein Kleinbus mit Helfern aus Bremen anrollte, um im Landkreis Schleswig-Flensburg beim Plakatieren zu helfen, besprachen wir mit den Locals schnell, wo im Stadtgebiet unsere Präsenz mit dem Tourbus sinnvoll sein könnte. Außerdem bekamen wir für den Tag einen Infotisch ausgeliehen! Hurra! Weiterlesen »

SH-Tour 2012: los geht’s.

Fast würde man es im Rest Deutschlands angesichts der folgenden Wahl in Nordrhein-Westfahlen vergessen: Vorher wird erstmal zwischen den Meeren ein neuer Landtag gewählt. Grund genug, sich mal wieder ein paar Tage Urlaub zu nehmen und die Bevölkerung zu informieren.

Unser Gefährt für die nächsten Tage

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Baustelle

Ich bastle mal wieder an meiner Webseite. Zu diesem Zwecke benötige ich diesen Blogbeitrag.

Die FIFA mag keine Sponsor-Stadiennamen bei der WM

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Einmal schnell zerpflückt: HR-Bericht zu Bahnbauarbeiten

HR-Online moniert gerade das “Baustellenchaos” bei der Bahn (Text | Video, ich beziehe mich im Weiteren auf den TV-Beitrag), die durch Bauarbeiten zwischen Hanau und Fulda an diesem Wochenende in ihrem “eigenen Fahrplan nicht mehr durchblickt”. Polemik gegen die Bahn ist natürlich immer sehr beliebt.
Hier bleibt aber bei nüchterner Betrachtung nicht mehr viel übrig.

Das Irrelevante:

  • Das Bild in der Anmoderation zeigt eine Designstudie zum “ICx”, dessen Kaufvertrag kürzlich unterzeichnet, aber noch gar nicht gebaut wurde.
  • Dann wird ein ICE 3 gezeigt, der auf der Strecke Fulda-Frankfurt meines Erachtens nicht oder zumindest praktisch nicht fährt.

Aber zum Substanziellen:

  • Die Hessenkarte, die die Umleitung illustrieren soll ist völlig übertrieben und völliger Unfug. Natürlich würden die ICE Frankfurt-Kassel regulär über Hanau und Fulda fahren, die eigentliche Umleitung betrifft nur den “Schlenker” nach Aschaffenburg. Was ist das grüne überhaupt für eine Bahnlinie? Über Friedberg und Gießen über die Main-Weser-Bahn und dann irgendwo bei Bad Hersfeld auf die Schnellfahrstrecke? Über die Vogelsbergbahn? Ich würde sagen, das ist keine Bahnlinie, sondern die Autobahn A5!
  • Dass es eine “Entschädigung” für eine “Verspätung” geben solle, ist natürlich ebenfalls Unfug, weil der Fahrplan schon seit einem halben Jahr für diese Strecke genau diese Verbindung vorsieht. Mit Verkehrshalt in Aschaffenburg. Das sollte auch so auf jeder Fahrplanauskunft stehen, also gibt es auch keine Verspätung.
  • Das Argument mit dem Pfingstreiseverkehr ist doppelt Unsinn: Zum Einen sind am Wochenende nun mal weniger Züge unterwegs als unter der Woche und zum Anderen ist die Strecke Freitag und Montag zum wirklichen Wochenend-Reiseverkehr wieder offen. Samstag und Sonntag am langen Wochenende ist also eigentlich der beste Termin, um die Strecke mal zwei Tage zu sperren.

Und der Clou: Wenn ich Bahntickets Sonntag (mit Umleitung) oder Montag (ohne Umleitung) kaufen will, kosten sie genau das gleiche wie immer. Zumindest auf der Relation Berlin-Frankfurt. Auf der Strecke Kassel-Aschaffenburg-Frankfurt stimmt das mit den 12 Euro (ohne Bahncard) Mehrpreis. Aber auf der Strecke Kassel-Frankfurt kann man ja auch ohne Verspätungen IC oder RE fahren, übrigens in diesem Fall beides schneller und billiger oder aber mit den nicht über Aschaffenburg sondern ohne weiteren Zwischenhalt über Marburg und Gießen umgeleiteten ICE-Zügen nach Frankfurt West, die das gleiche kosten wie immer. Die Kasseler müssen also gar nicht die Umleitung fahren, können aber. Z.B. falls sie sowieso nach oder über Aschaffenburg weiter fahren wollten. Dann hätten sie sogar Zeit und Geld gespart.

Kurzum:  Völliger Humbug, lieber HR.
Und die Moral von der Geschicht: Wie immer – glaube deinem Fernseh’r nicht. Wenn es bei sowas schon nicht klappt, wie ist es dann erst bei wirklich wichtigen und komplexen Zusammenhängen des Weltgeschehens?

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